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Aufgrund meiner langen Pause wusste ich ehrlich gesagt so gar nicht, womit ich nun beginnen soll, da sich so Vieles so veränderte in den vergangenen Monaten. Aber irgendwo muss man anfangen, dachte ich mir, warum nicht genau mit den Fotos, die am längsten liegen geblieben sind. Deshalb möchte ich euch heute Cosimas Bereich in unserem Badezimmer vorstellen, so wie er für sie im Alter von 11 bis 17 Monaten eingerichtet war. 

Ich nahm meine Tochter von Anfang an schon als Neugeborenes oft mit ins Badezimmer, wenn ich mich dort aufhielt, und legte sie auf eine Decke, um sie bei mir zu haben. Im wachen Zustand wollte ich sie nicht allein lassen, es sei denn für einen ganz kurzen Augenblick, wenn sie gerade selbst vertieft ein Mobile betrachtete. Als Krabbelkind folgte sie mir dann ganz von alleine überall hin und so auch ins Badezimmer. Cosima fand es immer spannend, was ich dort tat – egal, ob ich mich schminkte, mir meine Haare kämmte oder mir die Zähne putzte. Besonders interessant fand sie im Alter von zehn Monaten den Gang zur Toilette. Eines Tages fragte ich sie, ob sie sich auch auf die Toilette sitzen möchte und nachdem sie mir signalisiert hatte, dass sie genau dies möchte, hob ich sie hoch und lies sie es ausprobieren. Sie war so stolz auf sich, weil sie wie die Mama – wenn auch mit Hilfe – auf der Toilette sitzen konnte. Mir war schnell klar, dass es nun definitiv an der Zeit war ihr ihre eigene „Toilette“ einzurichten. 

Und so sah Cosimas Bereich mit elf Monaten schließlich aus:

Ein Eimer mit Deckel, ein Töpfchen, eine Badematte, zwei Bilder, ein Körbchen mit Büchern, Toilettenpapier sowie frischen Unterhosen und ein Stuhl. Angeordnet habe ich die einzelnen Gegensände bewusst in dieser dieser Reihenfolge von links nach rechts, da sie dem natürlichen Ablauf der einzelnen Schritte beim Gang zur Toilette entspricht. 

Der Eimer, den ich einfach in einen Korb stellte, damit er optisch ein bisschen hübscher aussieht, ist für die nasse Kleidung nach einem „Missgeschick“ gedacht. Ich habe ihn anfangs, da Cosima ja noch nicht laufen konnte mit elf Monaten, für ihre schmutzigen Windeln verwendet. Vier Monate später, kurz nach den ersten Schritten, warf sie bereits die ersten nassen Baumwollunterhöschen in den Korb. 

Ich entschied mich für den Topfstuhl von Baby Björn. Er hat ein schlichtes Design, ist einfach zu reinigen, steht stabil und ist komfortabel für das Kind beim Sitzen. Besonders wichtig war mir, dass Cosima sich auch anlehnen konnte, da sie zum Kaufzeitpunkt im selbstständigen Sitzen noch nicht so geübt war und es so für sie bequemer war. Unter das Töpfchen legte ich eine kleine Badematte. Sie ist angenehm unter den Füßen – Cosima ist immer barfuß unterwegs – und sorgt dafür, dass das Töpfchen nicht verrutscht, während es benutzt wird. Außerdem sollte sie später auch „Missgeschicke“ kurz vor der Toilette aufsaugen, wenn die Zeit zum Herunterziehen der Hose nicht mehr reicht. Die beiden Blumenbilder in schlichten Holzrahmen sorgen für eine angenehme Atmosphäre in diesem Bereich, schließlich soll Cosima ja gerne Zeit dort Zeit verbringen.  

Die Bücher im Korb waren und sind auch jetzt für Cosima sehr wichtig. Schon oft erzählte ich wie gerne sie Bücher anschaut. Sie helfen ihr sich auf dem Töpfchen die Zeit zu vertreiben und zur Ruhe zu finden. In der ersten Zeit saßen wir oft eine halbe Stunde lang gemeinsam im Badezimmer – sie auf dem Topf und ich auf dem Boden vor ihr – und schauten die Bücher an bis sie fertig war. Anfangs verwendeten wir keine ganz neue Toilettenpapierrolle, denn ein paar Mal muss man als Kind schließlich ausprobieren wie es ist, das ganze Papier abzurollen. Weiters befindet sich im Korb noch ein kleines Körbchen mit frischen Unterhosen, falls diese gebraucht werden. Der kleine, selbstgebaute Stuhl bietet die Möglichkeit sich beim An- und Ausziehen zu setzen.

Auf diesem Foto seht ihr noch unsere Wickelunterlage sowie ein kleines Regal, in dem ich Pflegeartikel und Handtücher für Cosima verstaut hatte. Ich wickelte Cosima nur die ersten Monate auf einer Wickelkommode, als sie mobiler wurde nur noch auf dem Boden. So konnte sie selbstständig auf die Unterlage krabbeln und die Gefahr vom Wickeltisch zu fallen, war auch nicht mehr gegeben. 

Die Hände hat sich Cosima, sobald sie selbstständig stehen konnte, an unserem Waschtisch gewaschen. Zuerst mussten wir sie noch in den Lernturm hineinheben, da ich ihn mit der offenen Seite gegen das Waschbecken stellte, um sicherzugehen, dass sie mir nicht raus fällt, da ihr Stand noch nicht sicher genug war.

Aber innerhalb kürzester Zeit stand Cosima sehr stabil und konnte mit Hilfe eines kleinern Würfelhockers selbst hochklettern. Da unser Becken recht schmal ist, gelang es ihr auch den Wasserhahn zu erreichen.

Ich beobachtete oft wie schön und vor allem spannend für sie das Händewaschen war. Es gab einfach so viel zu entdecken mit dem Element Wasser. Auf diesem Foto konnte ich festhalten wie sie eine Zeit lang immer versuchte den Wasserstrahl zu fassen. Ich mag es sehr, dass man ihre Konzentration richtig in ihren Augen sehen kann.

Natülich wurde auch viel gebadet und geplantscht. Gut, dass sich im Badezimmer Überschwemmungen schnell bereinigen lassen … Unsere Badetiere habe ich in einem praktischen Netz von Vertbaudet verstaut. Den wunderschönen Naturschwamm mit der entzückenden kleinen Holzente findet ihr bei Manine Montessori.

In einem meiner nächsten Beiträge zeige ich euch wie unser Badezimmer heute gestaltet ist, wie ein Waschtisch für Kleinkinder aussehen könnte und wie ihr euren Kindern auch beim Benützen der “großen” Toilette ganz viel Selbstständigkeit ermöglichen könnt!

Eure Valentina

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