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Zu ihrem ersten Geburtstag wollte ich für Cosima ein besonderes Geschenk, an dem sie lange Freude haben sollte. So kam ich auf die Idee ihr einen Lauflernwagen zu schenken. Wochenlang habe ich nach dem für uns passenden gesucht – anfangs in Spielzeugläden und Kinderfachgeschäften. Es war gut, dass ich einige Modelle vor Ort testen konnte. Dabei habe ich festgestellt, dass die meisten dieser unglaublichen Vielzahl an Modellen zwar sehr niedlich aussehen, aber ihren Zweck nicht erfüllen. Denn was hilft ein wunderbar designter Wagen, der ständig kippt, wenn das Kind versucht sich daran hochzuziehen? Da ich leider in keinem der Geschäfte fündig wurde, dehnte ich meine Suche aus. Ich habe viele Abende damit verbracht das Internet zu durchforsten und habe schließlich den wunderschönen Lauflernwagen Sharky von der Spielzeugbande, einem kleinen Unternehmen aus dem Münsterland, entdeckt. Ich war wirklich auf Anhieb total begeistert!

Da ich aber so meine ganz speziellen Anforderungen an einen Lauflernwagen habe, beschloss ich mich telefonisch noch einmal zu vergewissern, ob der Wagen auch wirklich meine Kriterien erfüllt. Nachdem alle meine Fragen eingehend beantwortet worden waren, stand für mich noch einmal mehr fest, dass ich den für uns perfekten Lauflernwagen endlich gefunden habe. Ich persönlich mag diese kleinen Firmenunternehmen, bei denen man noch freundlich, ausführlich und vor allem kompetent beraten wird, wirklich sehr.

Worauf ich nun also bei meiner Suche nach unserem Lauflernwagen geachtet habe, möchte ich an dieser Stelle für euch noch einmal zusammenfassen:

  • Der Wagen sollte aus Holz gefertigt sein. Dies sieht nicht nur schöner aus, es verhilft dem Lauflernwagen auch zu einem gewissen Eigengewicht und somit zu mehr Stabilität.
  • Der Schwerpunkt des Lauflernwagens ist ausschlaggebend dafür, ob der Wagen kippt oder stabil steht. Beispielsweise ist aufgrund der Anordnung des Schiebegriffs bei Sharky ein Umfallen des Wagens während des Laufens nicht möglich, denn die Griffposition und somit der Schwerpunkt liegen vor den Hinterrädern.
  • Der Schiebegriff sollte nicht zu tief angebracht sein. Eine höhere Basis erleichtert es einem Anfänger, sich nach dem Erreichen des Griffs hochzuziehen.
  • Der Lauflernwagen sollte nicht zu schmal sein. Je breiter der Wagen ist, desto stabiler ist er auch.
  • Wichtig ist auch, dass man die Räder einstellen kann. Anfangs sollte der Wagen so gut wie nicht rollen, damit sich das Kind auch hochziehen und zum Stehen kommen kann. Sobald das Kind mehr Sicherheit hat, kann man die Räder etwas lockern, sodass der Wagen auch geschoben und gezogen werden kann.

Cosima ist noch ein Krabbelkind und hat eine Woche vor ihrem Geburtstag damit angefangen sich am Sofa oder anderen Möbelstücken hochzuziehen, um selbstständig zum Stehen zu kommen. Die ersten Wochen hat sie ihren Lauflernwagen überwiegend erforscht. Gerne befüllte ich Cosima hierzu einen kleinen Weidenkorb mit Tüchern, Bällen oder anderen Dingen zum Entdecken, wie ich euch bereits in meinem Beitrag über Cosimas Spielbereich in unserem Wohnzimmer beschrieben habe. Sie ist über den Lauflernwagen gekrabbelt, hat ihn vorne gepackt und auf allen Vieren mit ganzem Körpereinsatz durch den Raum geschoben. Allmählich entdeckte sie die untere der beiden Stangen an der Rückseite des Wagens immer mehr für sich, bis sie schließlich die obere Griffstange fest mit beiden Händen umschloss, ehe sie sich daran hochzog. Ganz schnell hat sie entdeckt, dass man den Lauflernwagen von sich weg schieben kann – das hat sie ja zuvor schon oft mit ihren Würfelhockern geübt – und so folgten die ersten Schritte.

Heute, einen Monat nachdem der Lauflernwagen bei uns im Wohnzimmer seinen Platz fand, krabbelt Cosima zu ihm hin, wann immer sie Lust dazu hat, zieht sich im Nu an der Stange hoch und läuft los – bis sie an einem Möbelstück oder der Wand ansteht. Dann muss ich ihr helfen, den Wagen umzudrehen. Und schon geht es weiter … Seit zwei Tagen möchte Cosima nichts anderes mehr machen, als den Lauflernwagen durch die komplette Wohnung zu schieben. Ich bin fast ausschließlich damit beschäftigt ihr beim Umkehren oder Umfahren von Möbelstücken zu helfen. Ein Lauflernwagen bietet also einem Kind zunächst die Möglichkeit sich hochzuziehen und das Gehen zu üben, wann immer es dazu bereit ist und dies möchte, erfordert aber anfangs einen Erwachsenen, der dem Kind hilft, den Wagen wieder umzudrehen, wenn es anstößt. Aber bei diesen unzählig vielen, freudestrahlenden Lächeln, die mir Cosima bei ihren Touren durch die Wohnung schenkt, assistiere ich ihr gerne den ganzen Tag. Und sie wird eines Tages entdecken, dass man den Lauflernwagen nicht nur schieben, sondern auch ziehen kann.

Unser Lauflernwagen gibt Cosima Sicherheit und unterstützt sie. Sie liebt es diesen von sich wegzuschieben und hinterher zu gehen. Dabei ist sie so unglaublich stolz auf sich selbst. Ich mag es sehr, dass sie den Lauflernwagen benützen kann, wann immer sie es will und dies völlig eigenständig. Ein qualitativ hochwertiger Lauflernwagen, der die oben genannten Kriterien erfüllt, ist für mich also definitiv eine Investition wert.

Dieser Beitrag ist laut Gestez als Werbung zu kennzeichnen.

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